Správce : Daniel Korbel                                                                                                        Email : dankor@seznam.cz

Einleitung

Troppau ist eine der ältesten Städte unseres Landes. Erste Erwähnung über sie ist im Schreiben des Olmützer Fürsten Vladimir von 26.12.1210. Ihre Erhebung zur Stadt ist nicht bekannt, bekannt ist nur, dass schon im Jahre 1224 sie vom König Przemysl Otakar I. weitere Stadtrechte erhielt. Nach der   Volkszählung im Jahre 2001 leben in Troppau 61.382 Einwohner, von welchen sind 56.754 Tschechen, 1.261 Schlesier, 827 Slowaken, 608 Mährer, 110 Romas, 106 Polen, 83 Ukrainer, 28 Vietnamesen und auch 318 Deutsche.

Vor dem 2. Weltkrieg war die Zusammenstellung der Troppauer Einwohner aber anders. Damals lebten in Troppau 45.000 Einwohner von welchen 38.000, also über 85% Deutsche gewesen waren. Die meisten der Deutschen sind nach dem Kriegsende in Jahren 1945-1946 vertrieben worden, so, dass zum Ende des Jahres 1946 in Troppau „nur noch einige deutsche Familien geblieben sind“ wie es die damalige Presse geschrieben hat. Auch die verbliebenen Deutschen habe aber ihre Staatsangehörigkeit verloren, ihr Eigentum wurde konfisziert, sie mussten ihre Wohnungen verlassen und in Kellerräume, höchstens Kellerwohnungen umziehen. Sie konnten nur die am wenigstens belohte Arbeitsplätze besetzen, und noch war ihnen von Gehalt  20% für den Fond der Wiederaufbau der Republik abgezogen. Ihre Kinder wurden im Jahre 1945 nicht eingeschult, weil „es im Lande für Deutsche keine Schulen gibt und niemals mehr geben wird“. Ihnen war ihre Muttersprache verboten und selbstverständlich durften sich die Deutschen auch nicht versammeln. In der ersten Zeit nach dem Kriegsende sind sogar Familienbesuche verboten gewesen.

Diese Verbote sind im Laufe der Zeit aber milder geworden. So die Grundschulen konnten auch deutsche Kinder schon ab dem Schuljahr 1946/47 besuchen. Mit Studium an höheren Schulen gab es aber auch weiterhin Probleme. Der Abzug für den Fond der Wiederaufbau der Republik ist nach Ablauf des Zweijahresplans des wiederaufbauen der Republik 1946-1947, eingestellt worden und die Staatsangehörigkeit ist den verblieben Deutschen im Jahre 1953 wieder zurückgegeben worden. 

Erst nach der Wende im Jahre 1989 konnten sich aber die Deutschen in Troppau wieder frei organisieren. Im Februar 1991 erschien in der Regionalzeitung „Na¹e Opavsko“ ein Aufruf zu den in Troppau und Kreis Troppau lebenden Deutschen, sich, falls sie an einem Treffen interessiert sich, zu melden. Dem Aufruf folgten allerdings nur etwa 20 Menschen. Durch einen weiteren Aufruf in derselben Zeitung wurden alle Deutschen zum 1. Treffen, am 22.4.1991 im Tagungsraum des Troppauer Schmetterhaus eingeladen. Zu diesem Treffen kamen bald 100 Deutschen, nicht nur aus der Stadt Troppau, aber aus den ganzen Troppauer Kreis.  Die Anwesenden einigten sich, einen Verband der Deutschen in troppau zu gründen und beauftragten beide Organisatoren des Treffens, Herren Horst Hanslik und Ing. Hans Korbel die Möglichkeiten zum Anschließen zur einer, schon existierenden Organisation der Deutschen, oder Gründung eines selbständigen Verein, zu überprüfen.

Dies war der Beginn eines neuen Verbandslebens der verblieben Deutschen, nicht nur in Troppau, aber auch der ganzen weiten Umgebung. Der, zum 26.7.1991 beim Innenministerium der Tschechischen Republik eingeschriebene, Schlesisch-Deutscher Verband in Troppau war nämlich der erste Verband der Deutschen im ganzen, der damaligen Tschechoslowakei zugehörten Schlesien.